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    Home»Mobiles»Bundesamt warnt vor WLAN-Routern: Funktion besser ausschalten
    Mobiles

    Bundesamt warnt vor WLAN-Routern: Funktion besser ausschalten

    By RepublisherSeptember 17, 2026No Comments4 Mins Read
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    Ein WLAN-Symbol auf einem Smartphone
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    Wann hast du dich zuletzt in deinen Router eingeloggt? Beim Einrichten? Vermutlich war das der Tag, an dem der Anschluss freigeschaltet wurde, und seitdem blinkt das Ding vor sich hin. Dabei hängt an ihm alles. Dein Handy. Dein Fernseher. Oder dein Saugroboter. Und dein Arbeitslaptop mit dem VPN der Firma drauf. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nennt den Router deshalb die Netzwerkzentrale des Haushalts. Auf seiner Liste mit Sicherheitstipps fürs WLAN steht ein Punkt, den fast niemand je geprüft hat: der Fernzugriff. Viele Router lassen sich auch von außerhalb des Heimnetzes konfigurieren, schreibt die Behörde.

    Diese Funktion ist das Einfalltor

    Fernzugriff heißt, dass die Bedienoberfläche deines Routers nicht nur im eigenen WLAN erreichbar ist, sondern im offenen Internet. Praktisch, wenn du aus dem Ferienhaus die Kindersicherung für den Nachwuchs freischalten willst.

    Niemand fahndet gezielt nach deiner FritzBox. Es gibt schlicht Skripte, die rund um die Uhr sämtliche IP-Adressen durchklappern und notieren, welches Gerät auf einen Login antwortet. Das ist kein Hackerfilm, das ist tägliche Praxis im Internet. Irgendwann ist dein Anschluss eine Zeile in einer Liste. Das merkst du vielleicht erst gar nicht. Doch die Gefahr ist, dass die Hacker eines Tages alle zugänglichen Router beispielsweise zu einem großen Botnetz zusammenschließen.

    Was im April passiert ist

    Das BSI rät, den Fernzugang zu deaktivieren. Das ist kein neuer Tipp. Das BSI gibt ihn schon seit Jahren. Untermauert wurde der Tipp im Frühjahr durch den Bundesnachrichtendienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz und das FBI. Demnach hat APT28, eine Gruppe, die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird, seit mindestens 2024 weltweit verwundbare Router über eine Schwachstelle mit der Kennung CVE-2023-50224 kompromittiert. Darunter waren Geräte von TP-Link.

    Und dann kommt der Teil, der das Ganze aus der Geheimdienst-Ecke in dein Wohnzimmer holt. Die Angreifer haben nichts Spektakuläres getan. Sie haben im Router die DNS-Server ausgetauscht, also die Adressbücher, in denen dein Gerät nachschlägt, hinter welcher IP sich deine Bank versteckt. Jedes Gerät im Heimnetz übernimmt diesen Eintrag automatisch, ohne zu fragen. Laptop, Handy, Tablet. Danach lässt sich Datenverkehr umleiten, der eigentlich verschlüsselt ist.

    Zur Einordnung, bevor Panik aufkommt: Ziel waren Militär, Behörden und kritische Infrastruktur, nicht dein Anschluss. Das Muster funktioniert aber überall gleich. Es braucht nur ein Gerät, das von außen erreichbar ist.

    Was Fritz anders macht

    Bei der FritzBox musst du zwei Dinge auseinanderhalten, die gerade munter in einen Topf geworfen werden. Das eine ist MyFRITZ!, der Dienst, über den du von unterwegs auf deine Box kommst. Das andere ist die pauschale Freigabe der Benutzeroberfläche ins Internet. Beides ist Fernzugriff, beides ist im Auslieferungszustand aus. Wer es einschaltet, sollte wissen, warum.

    Und das BSI verbietet den Fernzugriff nicht. Es rät, ihn abzuschalten, wenn du ihn nicht brauchst, und ansonsten den Weg über ein VPN zu nehmen. Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel ins eigene Netz auf, statt die Router-Oberfläche offen ins Netz zu stellen.

    Bei anderen Herstellern heißt die Funktion anders. Bei Speedport-Modellen der Telekom und bei Vodafone-Stations findest du sie meist unter Zugangsschutz oder Fernwartung. TP-Link nennt es Remote Management. Wenn du unsicher bist, such in der Bedienoberfläche nach den Begriffen Fernzugriff, Fernwartung oder Remote.

    Routerhersteller fordern mehr Routersicherheit

    Seit Juni gibt es für das Thema Routersicherheit sogar eine eigene Lobby. Von einem Teil der Routerhersteller. FRITZ!, devolo und LANCOM Systems sowie die TDT AG haben die „Sovereignty Alliance for European Network Technology“ gegründet, kurz SAFENet. Ihre Forderung: Die EU soll Router so behandeln wie Mobilfunktechnik. Für 5G gibt es seit 2020 eine Sicherheits-Toolbox, mit der sich Ausrüster aus Hochrisikoländern aus den Netzen heraushalten lassen. Für den Kasten hinter deinem Fernsehschrank gibt es nichts Vergleichbares. Dabei laufen nach Zahlen der Allianz 93 Prozent des europäischen Internetverkehrs über Router. Dass die vier Hersteller damit auch die eigene Position gegen chinesische Konkurrenz stärken, die rund 40 Prozent des Marktes hält, gehört zur Wahrheit dazu.

    Jetzt weiterlesen

    So prüfst du schnell, wer sich mit deinem WLAN-Netzwerk verbunden hat



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